Fuchsjagd

Heute morgen hat Axel die Flinte ausgepackt und wir sind über holprigste Geländepisten raus in die Hochebenen. Joey war mit seinem Quad auch dabei. Als die Fahrzeuge nicht mehr weiter kamen, sind wir zu Fuß noch gute zwei Kilometer durch das Grasland gestakst. Die beiden hatten ein paar Tage zuvor einen Fuchs angeschossen, waren sich aber nicht sicher ob er tot war. Er hatte sich wohl zurück in seinen Fuchsbau geflüchtet. Die Fallen, die Joey in den Ausgängen des Baus platziert hatte, haben wir heute kontrolliert. Die Flinte war zu Sicherheit, falls der Fuchs doch noch leben sollte.Einen lebenden Fuchs haben wir nicht mehr gefunden, auch keinen toten. Dafür haben wir zwei Fuchsjunge aus den Fallen erlöst. Die Armen taten mir schon leid… Aber so ist das mit dem Jagen.Draussen wurde es irgendwann echt windig, regnerisch und eisig kalt (vorallem da Axel vorher meinte, ach die dicke Jacke brauchst du nicht 😛 ).So sehen übrigens Finger nach einem 9 stündigen Wanderritt aus!Das ist die große Ballenpresse von Axel. Die presst nicht nur das auf dem Boden liegende Gras zu Rundballen, sondern wickelt sie auch gleich in Plastikfolie ein. So fraglich es aus umwelttechnischer Sicht ist so viel Plastik zu verwenden, so einfach und sicherer macht dieses Verfahren es für die Farmer.Wir haben uns an diesem alten David Brown versucht. Die Lenkung streikte. Also erstmal in bester Mechanikermanier alles zerlegen ohne sich zu merken wie es wieder zusammen gebaut gehört.Tadaaaaa! Das zerlegte Lenkgetriebe. Schon beeindruckend, dass 60 Jahre alte Teile noch so blank und metallisch glänzen können, wenn sie keinen Kontakt zur zerstörerischen Außenwelt haben. Jedenfalls war das Schraubkugellager (oder Kugelschraubgetriebe, was weiß ich) hinüber.Wir haben das auf die verrosteten Kugeln zurück geführt (siehe unten). Also ratz fatz ein anderes neues Kugellager mit den gleichen Kugeldurchmessern aus Axels Bestand herausgesucht und damit die alten Ersetzt. Schrottschlosserstrategien eben 🙂 Funktioniert hat’s trotzdem nicht, wahrscheinlich müssen wir das Teil teuer nachkaufen.Weil wir mit dem David stecken geblieben sind, haben wir uns stattdessen lieber dem Grasmähwerk gewidmet. Auch hier waren ein paar Lager defekt, und der ganze Mähbalken völlig am rosten. Nach anfänglichen zögerlichen Versuchen, nur die nötigsten Lager auszubauen, mussten wir einsehen dass es nur Sinn macht alle gleichzeitig zu wechseln. Großbaustelle! Und dabei wird das Mähwerk in spätestens zwei Wochen zur Ernte dringendst gebraucht. Wie das immer so ist auf einer Farm, kennt man ja… 😛Das komplett zerlegte Mähwerk. Wir haben erst danach gemerkt, dass von den 15 benötigten Lagern aktuell nur 3 auf Island vorhanden sind. Schon krass mit welchen Herausforderungen man hinterm Mond konfrontiert wird. Einfach mal zum nächsten Laden düsen und Ersatzteile kaufen ist hier nicht, das muss aus USA, UK oder Deutschland importiert werden. Mit entsprechenden Lieferzeiten.Ein bisschen Family-Action gab’s auch noch 🙂 Weil Vala arbeiten war, sind die Kids uns draußen auf den Keks gegangen 😛 Was man eben so mach wenn man auf einem Bauernhof groß wird 😀 Genau, und dann haben wir noch den großen LKW von Axel wieder flott gemacht. Nach zwei Stunden Batterie laden sprang der auch an wie ne 1! Echtes Truckerfeeling im Führerhaus.Axel hat nämlich mal wieder einen „Schatz“ organisiert. Einen alten Traktor (zumindest etwas, was mal ein Traktor war) von einem der benachbarten Farmen. Das Ding ist dort im Schlick verrottet, doch laut Axel kann man da noch ganz viele Ersatzteile drauß gewinnen. Na da bin ich ja mal gespannt!Joa, und dann wollte ich ja am Sonntag eigentlich wieder helfen die Herde zurück zu treiben. Da hatte ich mich schon mega drauf gefreut. Stattdessen hat mich die Kotzeritis erwischt, aber so richtig. Den ganzen Sonntag habe ich mit Fieber im Bett verbracht und alles rausgelassen. Son Mist. Und Montag war ich immernoch so schwach, dass ich auch noch recht wacklig auf den Beinen war. Aber heute ist Dienstagmorgen, und ich bin erholt und fit wie ein Turnschuh. Auf geht’s! 🙂

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