Die schönste Zeit des Sommers

Also was war passiert?

Ein Überraschungsbesuch bei Toni, und ein paar Tage segeln in die Schlei 🙂 Als kleines Dankeschön, dafür, dass sie eine so tolle Frau und Freundin ist, und mich kein einziges Mal davon abhalten wollte auf Reisen zu gehen. Im Gegenteil, sie hat mich unterstützt als wäre es selbstverständlich ❤

Es war gar nicht so leicht den Besuch vor ihr geheim zu halten. Besonders nicht am letzten Tag und Morgen davor. Ganz abgesehen davon dass es mir nicht gefallen hat ihr was vorzuflunkern… Doch es hat alles geklappt, fettes Danke an Liza für’s mitspielen und Vorgaukeln einer Wellnesswoche mit ihr 🙂

Die Details unseres Wiedersehens lasse ich hier mal aus. Ihr Gesicht als sie mich gesehen hat werde ich nie vergessen! ❤

Nachdem wir ein paar Besorgungen in der Stadt gemacht und Lebensmittel eingekauft hatten, ging es schwer beladen auf zur „Quicky“. Es war ordentlich Hack da draussen, und wir mussten hart am Wind immer in Richtung Schleimünder Leuchtturm. Natürlich sind wir viel zu überhastet los, was an meiner etwas zu ehrgeizigen Planung lag. Das führte dazu, dass wir, als wir das Groß reffen wollten, erstmal gemerkt haben dass gar keine Reffleine eingezogen war. Also beigedreht und Reffleine einziehen. Dabei sind wir locker eine Nanomeile vor Bülk in die falsche Richtung getrieben. Als wir dann kurz darauf die Genua reffen wollten, hat sich die Reffleine so behämmert in der Trommel aufgerollt, dass sie blockierte. Geil, das ist das Problem mit den Rollreffanlagen. Meistens luxuriös und einfach zu bedienen. Wenn aber mal was schief geht (meistens bei viel Wind, wo man Fehlfunktionen am besten gebrauchen kann) ist man fucked! Naja, irgendwie haben wir den Salat wieder entwirrt bekommen. Dabei sind wir jedoch so weit abgetrieben, dass wir den Leuchtturm „Kiel“ (weit draußen vor der Kieler Förde) fast streicheln konnten.

Es war vielleicht einfach zu viel auf einmal, Gefühlsachterbahn und Segeln bei 5-6 Bft.

Doch dann ging es endlich los, und mit ordentlich Krängung sind wir nach Schleimünde gepest. Flo, jetzt hab ich auch mal die Fenster durchs Wasser gezogen 😛

Der kleine süße Hafen von Schleimünde war natürlich voll, und Maasholm sah auch nicht besser aus. Da wir eh mega durchgefroren waren und sich unsere Lust auf Boxensuche mit unzuverlässigem Außenborder in Grenzen hielt, haben wir uns zum Ankern im Olpenitzer Noor entschieden. Tja, keine heiße dusche, dafür laaaanges Ausschlafen ohne gestört zu werden. Frühstück im Sonnenschein beim Ankern ist schwer zu übertreffen 🙂

Danach ging es weiter nach Arnis. Das ist die kleinste Stadt Deutschlands. Keine Ahnung mit welchem Deal die sich Stadtrechte ergaunert haben, 98,37% der deutschen Dörfer sind größer. Liegt direkt hinter Kappeln, wir waren in einer guten Stunde dort.

Hier fahren wir gerade am wunderschönen Kappeln vorbei, und wie der Zufall es so will, kommen wir exakt zur richtigen Zeit um durch die Klappbrücke zu fahren. Sonst hätten wir ne Stunde warten müssen.

Schön dicht an der WaSchPo vorbei 😛

Süß die Große mit ihren Küken im Schlepp 🙂

Wir haben eine perfekte Box gefunden, mit Sorgleinen und einer Leine die auf den Sorgleinen läuft und den Bug mittig in der Box hält. Fachbegriff Fehlanzeige, doch dieses geniale Teil hat einen großen Teil zu unserem flutschigen Anlegemanöver beigetragen 🙂

Dann gab’s erstmal ein Manöverbier und wir haben uns mit einer Tüte Chips auf Abenteuertour in die Arniser Innenstadt begeben. Ach halt, es gab ja nur eine Straße… Schön war es dort, richtig süße kleine Fischerhäuschen und alles voller Werften, Bootsbauer und Töpferer. Hat stark an Dänemark erinnert!

Nach einer heißen Dusche am Abend hat auch das Frühstück mit leckerem Kaffee aus der Aeropress fantastisch geschmeckt 🙂

Dann ging es weiter, erst unter Motor bei Flaute Richtung Lindau, dann unter Segeln im Butterfly zurück nach Maasholm. Unterwegs haben wir einfach nur im Cockpit rumgefleetzt, Krimi-Podcasts gehört und das Leben genossen. Also ich liebe meine Leben sehr! Und die wunderbare Frau an meiner Seite sowieso ❤

Es war nicht so leicht sich nach dem ganzen Chillen in der Sonne sich aufzuraffen und den Anker klar zu machen. Wir haben’s aber schließlich geschafft, und Toni hat ein gekonntes Ankermanöver demonstriert. Im Wormshöfter Noor fiel der Anker für die letzte Nacht. Schade wie schnell das Ende nahte… Doch die Zeit fliegt wenn es am schönsten ist 🙂

Wir wurden mit einem wunderschönen Sonnenuntergang beim letzten Segelabend belohnt.

Und gut geschlafen haben wir auch! Es mehren sich die Nächte, in der alle von uns gut Schlafen ohne dem Anker zu misstrauen 😛

Ja, und dann war die Heimreise dran. Bei perfektem Segelwetter, 4 Bft halbwind und Sonne, sind wir Richtung Kiel geflogen. Einer der Momente, in denen ich mir wünschte dass irgendwas passiert und wir umdrehen müssten. Ich wollte nicht zurück, dafür waren die letzten Tage viel zu schön…

Abends gab’s noch Döner und wir haben das Kieler Treiben auf den Straßen genossen.

Joa, und dann war auch schon Freitag und Abschied nehmen war angesagt. Schon wieder. Man.

Doch nur noch 5 Wochen und wir sehen uns wieder. Toni’s Blick war wunderschön als wir uns zum letzten Mal zugewunken haben ❤

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