impressionistische Impressionen

Passend zum Titel mit den vielen I’s gibts hier mal eine kleine Sammlung von Eindrücken aus unserer Zeit im Hafen von Les Roches-de-Condrieu. Zwei Monate sind wir nun schon hier, und es wird mindestens nochmal einer… Wie gut, dass zumindest das Panorama den Kopf nicht hängen lässt 🙂

Apropo Panorama:

Ein paar Wolken taten erstaunlicherweise richtig gut nach den Wochen mit strahlend blauem Himmel. Soviel blau, fast schon öde 😛

Und überall diese Weinberge…

Im Hafen regt sich allgemein noch recht viel. Einige nutzen die Zeit um auf ihren Booten zu chillen – oder zu basteln. Und dann sind da noch die, die eigentlich gar nicht mehr hier sein wollten… Die Australier, der Engländer, der Franzose, noch mehr Franzosen, und wir. Im Prinzip alle mit einem Segelboot, denn Segeln geht erst wieder im Mittelmeer. Oder im Norden 😉

Neben all den wirklich netten und sympathischen Menschen hier, mit denen wir uns über die Monate angefreundet haben, werden uns aus dieser Zeit hier zwei Dinge ganz besonder in Erinnerung bleiben: Der grüne verfallene Steg an Backbord und die Bootstankstelle, die einsam die Stellung hält. Vive la France!

Was ziemlich cool ist, ist die erwachende Natur um uns herum. Überall ist es grün geworden, so ganz langsam und unaufhaltsam, und jetzt fühlt es sich schon an wie mitten im Sommer. Und alles voller fliegender Viecher: Graureiher, Kormorane, Enten, Eisvögel, Elstern, so schwarze Wasserhühner und natürlich unsere Homies, Mr. & Mrs. Swan. Letztere sogar bald mit Nachwuchs ❤

Für große Jungs gabs’s auch noch was zu schauen, als außer den echten Vögeln noch was anderes Spannendes durch die Gegend gondelte. Habe selten so schnell so viele Köpfe aus irgendwelchen Luken und Kajüten auftauchen sehen 😀

Hab dem netten Piloten von unserem Steg die Fotos geschickt, und er hat sich sehr gefreut 🙂 Ein paar Tage später wollte er es nochmal so richtig wissen, und ließ seine gepimpte Sumsebiene vom Haken. Diesmal mit Schwimmern für die nasse Landung.

Ganz schön mutig, sich mit seinem Schlauchboot in die Rhone zu legen und von dort aus den Flieger zu steuern. Vorallem, da normalerweise diese Brummer hier vorbei ziehen:

Das schönste Schiff von allen will ich hier natürlich nicht verheimlichen 🙂

Es trägt den hübschen Namen „Scarlett“ und trotz aller Bemühungen der Crew konnte noch nicht abschließend geklärt werden, woher diese Vorliebe zur Neigung nach Steuerbord rührt.

Wir dürfen ja auch in der Ausgangssperre Spaziergänge von maximal einer Stunde und im Radius von einem Kilometer rund um den Wohnort unternehmen. Wir Eumel haben leider ziemlich lange unterschätzt, wie groß doch der Umkreis von einem Kilometer sein kann. Nachdem wir das nach Wochen endlich mal auf einer Karte eingezeichnet hatten, hielt uns nichts mehr: Selbst über die Brücke und ans andere Rhoneufer mit der dortigen wunderschönen Promenade durften wir schlendern. Die war zwar größtenteils gesperrt, aber ein kleines Stück war noch frei. Mega!

Auf der Brücke haben wir dann erstmal freudig festgestellt, dass die Rhone beinahe zu einem Tümpel geworden war. Strömung: Fehlanzeige! Also fast, sie floss so langsam wie die Mosel – oder sogar noch langsamer. Fantastische Aussichten für einen Weg, der eventuell anders kommt als geplant.

Läuft!

Ach ja, was mit unseren Bordmitteln nicht auf Fotos zu bannen ist, sind die Sterne hier. Ich habe mich ein bisschen zum Hobby-Astronomen gemausert (was alle an Bord natürlich total begeistert). Ziemlich cool, diese ganzen Sternzeichen verstehen zu lernen, und sich Stück für Stück am Himmel wie auf einer Landkarte auszukennen.

Der letzte Vollmond geht unter

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